FRF Musterdepots 2019 – Jahresabschluss per 31.12.19

Musterdepots 2019

FRF Musterdepots 2019 – Jahresabschluss per 31.12.19

Mit dem Börsenjahr 2019 sollten breit aufgestellte Anleger mehr als zufrieden sein. Seit Jahresbeginn ging es stetig – wenn auch mit einer gesunden Korrektur zur Jahresmitte – nach oben. Tech-Werte und einzelne Indizes – wie Brasilien und Emerging Markets – legten bis zu 50% zu.

Weder immer neue Zolldrohungen zwischen USA und China, noch der Brexit konnten nicht mehr ausrichten, als kurzfristig neue Kaufgelegenheiten für Qualitätswerte zu schaffen. Aktienorientierte Anleger konnten nur wenig falsch machen. Fast jedes Depot mit einem Schwerpunkt auf Aktieninvestments sollte demnach 2-stellige Renditen in 2019 verzeichnen können.

Anders als 2018 konnten Donald Trump und Boris Johnson eigentlich machen, was sie wollten. Die Anleger reagierten maximal kurzfristig mit Verkäufen. Jeder Kursrücksetzer wurde genutzt, um Kapital erneut in etwas günstiger gewordenen Titel zu investieren. Meldungen, dass die Wirtschaft in USA, China und Europa abzukühlen droht, verpufften ohne Wirkung auf die Börsen. Die Angst vor steigenden Zinsen war – wie schon in den Vorjahren – unbegründet. Es schien, dass das Kapital nur noch einen einzigen „sicheren Hafen“ kannte: Unternehmensanteile in Form von Aktien und Aktienfonds.

Musterdepots 2019 – FRF Defensiv – Aktienähnliche Rendite mit geringster Vola

Mit einer Rendite von 8,7% erzielte unser sicherheitsorientiertes Musterdepot eine aktienähnliche Rendite. Nur in den Jahren 2009 und 2012 konnte der FRF Defensiv mit 10,7% bzw. 10,8% noch mehr zulegen. Berücksichtigen wir die Schwankungsbreite (Volatilität) von 1,5% für 2019 wird deutlich, wie stabil das Musterdepot aufgestellt ist. Diese erfreulichen Zahlen bestätigen einmal mehr die sicherheitsorientierte Ausrichtung des Musterdepots FRF Defensiv.

Der Verlust von 2018 wurde im vergangenen Jahr mehr als ausgeglichen. Mit einem Endstand von € 86.773,89 kehrte das Depot wieder zurück in seinen stetigen Aufwärtskanal und markierte am Jahresende einen neues all-time-high.

Musterdepots 2019

Musterdepots 2019 – FRF Defensiv

Stärkster Fonds im Depot war 2019 der Aktienfonds Invesco Europa Core mit einer Performance von 17,1%. Leider ist dieser Fonds – seit Mitte 2017 im Depot – nur mit 1,7% im Depot gewichtet. In den nächsten Tagen werde ich prüfen, ob eine leicht höhere Gewichtung das Risiko-Rendite-Profil des Musterdepots überproportional verschlechtern würde oder nicht. Ich gehe davon aus, dass eine Verdoppelung der Gewichtung bei diesem Fonds die Vola nur unmerklich erhöhen sollte. Wir werden sehen, was die Berechnungen dazu sagen werden.

Den größten Anteil an der tollen Performance des Musterdepots hatten die Fonds Flossbach von Storch Multi Asset-Defensive R und Kapital Plus A, die zusammen – durch die hohe Gewichtung im Depot mit 28,1% bzw. 14,3% – knapp 60% des Gesamtgewinns in Euro verantworten. Persönlich freut mich dabei, dass der Kapital Plus A wieder zu seiner alten Stärke zurückzukehren scheint. Ich hatte diesen Fonds in den letzten 18 Monaten verstärkt unter Beobachtung, weil er die Leistungen der Vergangenheit zuletzt nicht mehr bestätigen konnte. Der Zweifel ist vorerst beseitigt.

FRF Defensiv – Stand 31.12.19

  • Depotwert: € 86.773,89
  • Gewinn 2019: € 6.932,35
  • Rendite 2019:  8,7%
  • Rendite p.a. (seit Beginn): 3,5%
  • Volatilität (seit Beginn): 2,4%

Börse 2019

Musterdepots 2019 – FRF Defensiv seit Beginn

 

>> Historische Entwicklung FRF Defensiv seit 2004

 

Musterdepots 2019 – FRF Flexible –  Gewinnsprung mit all-time-high

Das Musterdepot schloss das Jahr 2019 mit einem deutlichen Gewinnsprung auf einen neuen Höchststand von € 194.472,24. Der Zuwachs wurde durch ein Plus von 16,7% für 2019 erzielt. Die Vola betrug dabei nur erstaunliche 4,4%.

Von den 10 Fonds im FRF Flexible legten 7 Fonds zweistellig zu. Die höchsten prozentualen Zuwächse zweigten die Fonds Threadneedle (Lux) European Smaller Companies mit 30,3% und der SQUAD – GROWTH A mit 24,5 %.

Den nominalen Löwenanteil am Depotzuwachs brachten die Fonds ACATIS GANE VALUE EVENT A, Threadneedle (Lux) European Smaller Companies und der SQUAD – GROWTH A mit fast 60% des Wertzuwachses.

Für den Magna New Frontiers Fund R stelle ich aktuelle ähnliche Überlegungen an, wie beim Invesco Europa Core im FRF Defensiv. Der Fonds (seit 04.2017 im Depot) hat nach einer etwas länger dauernden Korrekturphase eine erfreuliche Performance von 17,8% für 2019 gezeigt. Für 2020 bietet sich hier eine Erhöhung der Gewichtung von aktuell nur 2,6% an.

Musterdepot 2019

Musterdepots 2019 – FRF Flexible

FRF Flexible – seit Beginn besser als Dax, Dow & Co.

Dass der FRF Flexible in Abwärtsphasen seine Stärke ausspielen kann, haben wir in den letzten Jahren mit heftigen Kursschwankungen an den Börsen gesehen. Dass der FRF Flexible aber auch in Aufwärtsphasen nicht auf hohe Renditen verzichten muss, zeigt das gute Börsenjahr 2019 eindrucksvoll. Als global ausgerichtetes Depot mit hohem Aktienanteil und einem risikoreduzierenden Anteil an Misch- und Multi-Assetfonds hält das Musterdepot seit dem Beginn in 2004 seinen deutlichen Abstand zu den Aktienindizes der Weltbörsen aufrecht. Im Chart unten ist das sehr schön zu sehen. Änderungen im Depot sind kaum notwendig. Allerdings suche ich immer wieder nach Möglichkeiten, das Musterdepot noch einen kleinen Tick zu verbessern. Mittelfristig sehe ich noch ein klein wenig Potential in Richtung Durchschnittsrendite 9% p.a., ohne die Vola dabei merklich zu erhöhen.

 FRF Flexible – Stand 31.12.19

  • Depotwert: € 194.472,24
  • Gewinn 2019: € 28.080,63
  • Rendite 2019:  16,7 %
  • Rendite p.a. (seit Beginn): 8,8 %
  • Volatilität (seit Beginn): 6,1 %

Börse 2019

Musterdepots 2019 – FRF Flexible – seit Beginn im Vergleich

 

>> Historische Entwicklung FRF Flexible seit 2004

Börsenausblick 2020

Es ist verwunderlich, dass es immer wieder Propheten gibt, die schon im Januar wissen, wie die Börsen im Dezember aussehen werden. Häufig sind es auch immer die gleichen. Ihre Erfolgsquote? Na, immer 50%.

Ich habe eine solche Glaskugel leider nicht. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ein Ausblick in die Zukunft immer nur unter bestimmten Prämissen geäußert werden sollte. Mit Vorhersagen hat es dann eher nichts zu tun. Gesunder Menschenverstand und eine politisch und ökonomische Weitsicht bringen mehr wahrscheinliche Szenarien, als das Stochern im Nebel. Oder die Wahl von schwarz oder rot.

Immer wieder Chancen und Kaufgelegenheiten für Anleger

Ich gehe davon aus, dass der Zollkrieg USA vs. China noch eine Weile die Nervösen unter den Anlegern so manchen Tag verderben wird. Für andere werden diese Tage wieder Kauftage sein.

Auch der Brexit – so er denn endlich einmal vollzogen wird – wird nur eine Zeitlang Kurse an den Börsen beeinflussen können. Was haben Briten in den letzten 20 Jahren am Wirtschaftswachstum in Europa wirklich beigetragen?

Chancen sehe ich für die Emerging Markets auch in 2020 und darüber hinaus. Je mehr sich die etablierten Wirtschaftsnationen mit dummen Kleinkriegen auf diplomatischer Ebene gegenseitig behindern, desto mehr profitieren die aufstrebenden Länder der zweiten und dritten Garde.

Ein Zinsrisiko sehe ich ebenfalls noch lange nicht. Die Schulden der westlichen Industriestaaten lassen nur wenig Spielraum für steigende Zinsen.

Mögliches Risiko – Europa, der Euro, Brüssel und die EZB

Risiken sehe ich jedoch durchaus in Europa. Wie lange souveräne Staaten in Europa sich noch von der EZB und dem Europäischen Rat in Brüssel gängeln lassen, ist fraglich. Die EZB überschreitet schon lange ihren ihr auferlegten Aufgabenbereich. Die Gesetzgebung in Brüssel überzieht Europa mit überflüssiger und überbürokratisierter Kleinstgesetzgebung, die oftmals gegen jeden gesunden Menschenverstand agiert. Meiner Erfahrung nach behindert Brüssel die EU mehr, als dass sie sie fördert.

Die Verschuldung der wirtschaftlich schwachen Staaten wie Griechenland, Spanien und Italien wird weiterhin die Staatskassen der Geberländer belasten und damit direkt den Euro. Sobald erneut einer der genannten Euroländer in Bedrängnis gerät, könnte der Europakt endgültig kippen. Verbannt erst ein Eurostaat den Euro als Landeswährung, werden andere wie Dominosteine folgen. Dieser Schock könnte eine neue Finanzkrise – zumindest in Europa – auslösen und einige Jahre andauern. Gleiches gilt, wenn die EU es nicht schafft, die europäischen Grenzen sicherer gegen unkontrollierbare Immigration zu machen. Die Folge könnte z.B. sein, dass der eine oder andere europäische Staat die innereuropäische Grenze wieder einführt. Damit könnte die EU ebenfalls auseinander brechen.

Fazit – Wirtschaft ist ein Perpetuum Mobile

Bei allen Krisenszenarien sollten Anleger jedoch niemals vergessen, dass Wirtschaft – Ursprung und Motor eines jeden Unternehmens – einem Perpetuum Mobile gleichkommt: Wirtschaft hält sich selbst am Leben, solange es Menschen gibt. Menschen brauchen Nahrung, Kleidung, Wohnraum, alltägliche Gegenstände, Maschinen und andere Hilfsmittel. Und wo Bedarf besteht, wird es immer jemanden geben, der diesen Bedarf deckt.

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